Prepaidkarten für Handys sind schon lange aus ihrem anfänglichen Schattendasein auf dem Mobilfunkmarkt herausgetreten. Sie bieten heute mehr Vor- als Nachteile, selbst wenn das regelmäßige Aufladen einer erworbenen Karte noch etwas umständlich erscheint.
Prepaidkarten bieten sogar ein erhebliches Sparpotential im Vergleich zu den üblichen Handyverträgen. Das englische Wort "prepaid" heißt übersetzt etwa "vorausbezahlt". Die Telefongebühren werden also bei der Prepaidkarte per Vorkasse erworben und durch die Telefonate aufgebraucht bzw. alternativ durch das Senden von Textmitteilungen (SMS).
Bei den klassischen Handyverträgen werden die Gesprächskosten dagegen monatlich im Nachhinein bezahlt, abgesehen von einer eventuellen Grundgebühr oder einer so genannten Flatrate. Die Vorteile bei der Nutzung einer Prepaidkarte bestehen erstens darin, dass keine monatlichen Grundgebühren zu entrichten sind, zweitens gibt es auch keine Mindestlaufzeit, die bei den heute immer noch üblichen Handyverträgen zwei Jahre beträgt.
Kunden mit Prepaidkarten sind also nicht sehr lange an einen bestimmten Anbieter gebunden, sondern können auch kurzfristig Mobilfunkanbieter und Tarif wechseln. Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass es auch auf dem Prepaidmarkt Bundle-Angebote gibt, bei denen man sich an einen Anbieter zwei Jahre bindet. Gerade in jüngster Zeit werden Handys mit Prepaidkarte für 15 Euro angeboten, bei denen sogar noch 5 Euro Startguthaben aufgeladen sind. Diese Handys sind dann allerdings mit den integrierten Speicherkarten (SIM-Karten) nur für einen bestimmten Anbieter frei geschaltet.
Das Entsperren der Geräte kann erst nach zwei Jahren erfolgen. Dann kann man allerdings zu jedem beliebigen Anbieter ohne Bindung (Vertrag) wechseln. Also auch hier gilt es genau abzuwägen und den Prepaidtarif des Handy-Bundles mit alternativen Prepaidtarifen zu vergleichen.